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Erektion

erektionEine Erektion ist ein durch äußere Reize ausgelöster Vorgang, der einen Bluteinstrom in die Penisschwellkörper bewirkt. Es kommt zu einer Versteifung des Gliedes, in der Regel ist im Anschluss ein befriedigender Geschlechtsverkehr möglich.

Definition der Erektionsschwäche:

Die über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten bestehende oder wiederholt auftretende Unfähigkeit, eine ausreichende Erektion für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr zu erreichen und/oder aufrecht zu erhalten.

Bis vor wenigen Jahren galt eine Erektionsschwäche meist als Alterserscheinung oder es wurde beim Betroffenen eine psychologische Problematik unterstellt. Die Therapie war daher auf psychosexuelle Beratung und mechanische Maßnahmen (Vakuumpumpen, Penisprothesen) beschränkt. Einen kleinen Fortschritt brachten in den 80er-Jahren die in den Schwellkörper injizierbaren Lösungen (SKAT), doch konnten sich insgesamt nur wenige Männer langfristig mit diesen Präparaten anfreunden.

Heute, in der Ära der sogenannten PDE-5-Hemmer (Viagra, Levitra, Cialis), wissen wir viel mehr über die komplizierten, während der Erektion ablaufenden Prozesse und, was für die Betroffenen weitaus wichtiger ist, wir können eine sichere und effektive Behandlung anbieten. Seither wird zunehmend auch deutlich, dass erektile Probleme ein Warnhinweis für zahlreiche andere Erkrankungen sein können und sich deshalb vor allem bei über 40-Jährigen eine gründliche Untersuchung empfiehlt.

Probleme mit der Erektion können Folge oder Warnhinweis bei den unten aufgeführten Erkrankungen sein:

  • Diabetes mellitus
  • Blutdruckerhöhung
  • Herzerkrankung
  • Fettstoffwechselstörungen (hoher Cholesterinwert)
  • Depressionen
  • multiple Sklerose
  • Morbus Parkinson
  • Prostatavergrößerung
  • Durchblutungsstörungen
  • Auch die Lebensführung kann zu Problemen mit der Erektion führen; als Risikofaktoren sind hier
  • Rauchen
  • vermehrter Alkoholkonsum
  • unregelmäßiger Schlafrhythmus (Schichtarbeit)

zu nennen.

Die medikamentöse Behandlung vieler Erkrankungen bringt oft genug das feine Gleichgewicht der Penisdurchblutung durcheinander. Hier sind es vornehmlich Präparate gegen Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Allergien, Depressionen, Angst, Essstörungen und Magengeschwüre, die zu unerwünschten Schwächen der Erektion führen können.

Zu guter Letzt müssen auch die Operationen im Bereich des Unterleibs kritisch betrachtet werden. Eingriffe an den großen Becken- und Bauchgefäßen, am Dickdarm oder größere Prostataoperationen können die Erektion schwächen. Die eventuellen Folgen müssen daher früh angesprochen und behandelt werden, um langfristig die Erektionsfähigkeit zu erhalten.

Aus all dem wird deutlich, die erektile Dysfunktion ist kein Thema, das mal eben zwischen Tür und Angel abgeklärt werden kann. Es bedarf sorgfältiger Untersuchungen und Gespräche, um dem Betroffenen die richtige Behandlung zukommen zu lassen. Das Erstgespräch mit der Erfassung von Krankengeschichte, Medikamenteneinnahme und körperlicher Untersuchung ist dabei immer eine Kassenleistung, Therapie und auf den Einzelfall abgestimmte Spezialuntersuchungen zahlt der Patient in der Regel selbst. 

13.03.2011

Zwei Meldungen zum Thema Prostatakrebs lassen aufhorchen: im Forschungsjournal "Nature" berichten Forscher über die erstmalige vollständige Genanalyse von Prostatakrebszellen. Eine Presseinformation beleuchtet die Teilnahme deutscher Wissenschaftler an einem ehrgeizigen internationalen Projekt zur Genanalyse von unter 50-jährigen Prostatakarzinompatienten. Wie solche Forschungsvorhaben die Therapie dieser häufigen Krebserkrankung beeinflussen können, lesen Sie im Folgenden.

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