Urologie

Bedeutung für den Patienten

Geschichtlich

Das Fach Urologie ist historisch gesehen eine junge Fachdisziplin. Im Rheinland gibt es erst seit dem Zweiten Weltkrieg entsprechende urologische Fachabteilungen, die Gründung der Nordrhein-Westfälischen Urologenvereinigung datiert gegen Anfang der 50er-Jahre.

Die ersten urologischen Spezialisten waren die sogenannten Steinschneider des Mittelalters, meist wandernde Bader, die mit Spezialwissen und -instrumenten Blasen- und Harnröhrensteine ausschnitten. Die ausgebildeten Ärzte diagnostizierten über Jahrhunderte mittels der sogenannten Harnschau (einer Urinschau in speziellen Gläsern) eine Vielzahl von Erkrankungen.

Mit Erfindung der Endoskopie (Instrumente zur Darstellung innerer Körperhöhlen wie der Blase) und der Röntgentechnik mit Kontrastmittel entwickelte sich aus der Chirurgie der Urologe, zunächst mehr ein speziell versierter Chirurg. Die Entwicklung der Antibiotika und der Sonographie (Ultraschalltechnik) ließen endgültig die Notwendigkeit einer eigenen Fachdisziplin deutlich werden.

Generell

Urologen beschäftigen sich mit der Behandlung von Erkrankungen der Nieren, Harnleiter, Blase, Prostata, Hoden und des äußeren Genitals. Schwerpunkte sind die bösartigen Erkrankungen (Prostatakrebs: häufigster Krebs beim Mann!), die Abklärung von Urinveränderungen (Blut im Urin), die Steinbehandlung (heute meist ambulant durchführbar, Nierensteinzertrümmerung), die Behandlung von Infektionen, die Fruchtbarkeitsabklärung, die Behandlung von Geschlechtserkrankungen, die Abklärung von Erektionsstörungen sowie die Abklärung und Behandlung von Beschwerden beim Wasserlassen.

Kinder

Viele Patienten haben heute schon im Kindesalter mit Urologen zu tun. Die Vorhautverengung, der kindliche Leistenbruch, der Bauchhoden sowie Harnröhrenfehlbildungen werden sämtlich von Urologen diagnostiziert und behandelt. Die gehäuften Harnwegsinfekte des Kindes sowie das nächtliche Einnässen sind weitere Themen der Kinderurologie.

Frauen

Die meisten Frauen haben bei Blasenentzündungen den Erstkontakt mit dem Urologen. Ein weiteres Thema ist die Harninkontinenz, die Undichtigkeit des Blasenschließmuskels.

Männer

Entzündliche Veränderungen im Genitalbereich, Fruchtbarkeitsuntersuchungen sowie die Sterilisation sind Gründe, die jüngere Männer zum Urologen führen. Ab Mitte 40 ist es in der Regel die Vorsorgeuntersuchung und/oder Beschwerden mit der Prostata. Auch Beratung und Behandlung bei Einschränkungen der Erektion wird häufiger nachgefragt. Zunehmend wird eine männerärztliche Beratung notwendig, die Themen der Ernährung, Leistungsknick, Lustverlust, Müdigkeit beinhalten kann.

Das Informationsangebot zu jedem Thema der Urologie ist heute so groß und manchmal für Patienten auch so verwirrend, dass wir uns entschlossen haben, einige ausgewählte Themenbereiche für Sie aufzubereiten. An dieser Stelle finden Sie kommentierte Links und Downloads mit unseres Erachtens sinnvollen Informationen; ein Service, den wir in Ihrem Interesse regelmäßig überarbeiten und ergänzen werden.

Urologie Themengebiete

Informationen zum Fachbereich

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