Neue Daten zur Krebsstatistik

Sa, 13.03.2010

2006 sind knapp über 60.000 Prostatakrebserkrankungen registriert worden. Hochgerechnet auf das aktuelle Jahr wird bei rund 6 Prozent mehr Menschen ein bösartiger urologischer Tumor diagnostiziert werden. Die Sterberate dieser Krebsarten ist jedoch gesunken, vor allem beim Prostatakrebs. Hier ist die alterstandardisierte Sterberate seit 1980 laut RKI um 20 Prozent gefallen.

Zu den häufigsten weiteren urologischen Tumoren zählt der Blasenkrebs mit 27.450 Neuerkrankungen im Jahr 2006. Mehrheitlich Männer erkranken an dieser Krebsart, für die das durchschnittliche Erkrankungsalter mit deutlich über 70 Jahren relativ hoch liegt. Solange ein Blasenkarzinom noch nicht auf Lymphknoten abgesiedelt ist, hat das RKI bei Männern eine 5-Jahres-Überlebensrate von 75 Prozent ermittelt. Die Sterbehäufigkeit bei Männern ist seit etwa zehn Jahren rückläufig, bei Frauen stagnierend.

Am besten sieht die Statistik beim Hodenkrebs aus. 2006 erkrankten knapp 5000 Männer, die 5-Jahre-Überlebensrate lag bei über 95 %.

Die Broschüre "Krebs in Deutschland", die das Robert Koch-Institut alle zwei Jahre gemeinsam mit der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (Lübeck) herausgibt, ist Ende Februar in der 7. Ausgabe veröffentlicht worden.

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